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Air-Panorama Schwerin Touren 2 a b Sehenswürdigkeiten Residenzensemble Geschichte des Schweriner Schlosses 973 | Ein aus dem Kalifat Córdoba stammender Reisender namens Ibrahim Ibn Jacub beschreibt eine Inselburg in einem Süßwassersee. Er bezieht sich wahrscheinlich auf eine obotritische Grenzburg auf der heutigen Schlossinsel. 1018 | Der Chronist Thietmar von Merseburg bestätigt in seinen Aufzeichnungen das Vorhandensein einer Grenzburg der Obotriten.
1160 | Heinrich
der Löwe dringt in das Gebiet der Obotriten ein. Die Burg wird durch
den Obotritenfürst Niklot niedergebrannt. Heinrich besetzt die Burginsel
und gründet die Stadt Schwerin. Niklot
gerät bei die Burg Werle (bei Schwaan) in einen Hinterhalt und wird
ermordet.
1167 | Heinrich der Löwe belehnt seinen Vasallen Gunzelin von Hagen mit der Grafschaft Schwerin. Niklots Sohn, Pribislaw, erhält die restlichen obotritischen Gebiete als Lehen. 1348 | Kaiser Karl IV. überträgt den rechtmäßigen Nachfahren Niklots, Albrecht II. und seinem Bruder Johann I. am 8. Juli 1348 das Herzogtum von Mecklenburg.
1358 | Albrecht II. kauft die Grafschaft Schwerin und verlagert kurz darauf seinen Herrschaftssitz von der Mikelenburg bei Wismar auf die im Landesinneren liegende Schweriner Burginsel. 1535 | Chambord, das Vorbild für die spätere Gestalt des Schweriner Schlosses wird vollendet. 1553-1555 | Die Neuerrichtung des Neuen Langen Hauses wird ausgeführt.
1557-1572 | Johann Baptista Parr steht als Baumeister im herzoglichen Dienst. 1560-1563
| Die Schlosskirche wird nach dem Vorbild der nur wenige Jahre vorher
gefertigten Kirchen in Torgau und Dresden als erster protestantischer
Kirchenbau Mecklenburgs errichtet.
1612 | Gheert Evert Piloot wird Baumeister am mecklenburgischen Hof und entwickelt Pläne für einen teilweisen Neubau des Schlosses.
1617 | Unter der Leitung Gheert Evert Piloots beginnen die ersten Arbeiten am Schloss, die jedoch auf Grund der Ereignisse des 30-jährigen Krieges bald wieder eingestellt werden müssen. 1635-1643 | Die Fassaden des Hauses über der Schlossküche und des Hauses über der Schlosskirche werden nach Entwürfen von Gheert Evert Piloot neu gestaltet.
1747-1756 | Ein Galeriegebäude in Fachwerkbauweise entsteht als Anbau zum Schlossbau, worin die herzogliche Bildersammlung untergebracht wird. 1756 | Der Regierungssitz wird nach Ludwigslust verlegt.
1776 | Umbau des Jagdschlosses in Ludwigslust zur herzoglichen Residenz.
1823/24 | Georg Adolph Demmler (1804-1886) wird zum mecklenburgischen Baukondukteur ernannt. 1834 | Das neue Kollegiengebäude (heutige Staatskanzlei) wird eingeweiht. 1837 | Der Hof wird mit Beginn der Regierungszeit von Großherzog Paul Friedrich nach Schwerin zurückverlegt. 1840 | Georg Adolph Demmler entwirft das Paul-Friedrich-Palais. Daraus soll später das Museum am Alten Garten entstehen.
1842 | Grundsteinlegung für das Paul-Friedrich-Palais auf dem Alten Garten am 25. Februar. Großherzog Friedrich Franz II. stellt mit seinem Regierungsantritt den Palaisneubau ein. Demmler entwirft Pläne für den Schlossneubau auf der Schlossinsel, welche allerdings abgelehnt werden. 1843 | Entwürfe für den Schlossneubau von Gottfried Semper und Friedrich August Stüler werden von Friedrich Franz II. abgelehnt. 1845 | Demmlers dritter und endgültiger Schlossentwurft, der sich am Stil der Loireschlösser wie Chambord orientiert, wird genehmigt. Der Neubau des Schlosses beginnt. 1846 | Erste Neubauten an der Nord- und Nordwestfassade des Schlosses werden fertig gestellt.
1847 | Das Bischofshaus erhält ein neues Dach. Mit einem Kranz am Hauptturm des Schweriner Schlosses zelebriert man das Richtfest. 1848 | Revolutionäre Unruhen in der Stadt Schwerin beeinflussen die Bauarbeiten am Schweriner Schloss.
1850 | Fertigstellung des neuen Daches für den Goldenen Saal und Vollendung des südöstlichen Eckturmes. 1851 | Georg Adolph Demmler wird aus dem Staatsdienst entlassen. Sein Nachfolger Friedrich August Stüler verändert den Entwurf entscheidend und bereichert ihn um das Niklotreiterstandbild und die Prunkkuppel. 1855 | Die Schlosskirche wird um einen Kirchenchor erweitert. Die Entwürfe für den Ausbau liefert der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner. 1856/57 | Es finden aufwendige Arbeiten an der Inneneinrichtung des Schlosses statt, unter anderem am Waffensaal (Hofdornitz). 1857 | Die feierliche Einweihung des neuen Schlosses findet am 26.Mai statt. 1860 | Die Arbeiten an einer Gästewohnung auf der Burggartenseite (Preußische Kammern) sind abgeschlossen. 1864 | Eine weitere Gästewohnung (Hessische Zimmer) wird vollendet. 1877 | Die Bauarbeiten für das Museum auf den Fundamenten des Paul- Friedrich-Schlosses am Alten Garten beginnen.
1913 | Im Dezember zerstört ein verheerender Brand etwa ein Drittel des Schlosses. Der Burgseeflügel brennt bis auf die Grundmauern herunter, der nach Süden liegende Schlossgartenflügel in den Obergeschossen aus. Der prunkvolle Goldene Saal und das reich gestaltete Haupttreppenhaus werden völlig zerstört.
1918 | Großherzog Friedrich Franz IV. dankt ab. 1919 | Das Schweriner Schloss wird durch die Verzichtserklärung des Großherzogs Friedrich Franz IV. ins Staatseigentum überführt.
1920 | Das Schlossmuseum wird gegründet.
1921 | Im Schloss werden Ausstellungen eröffnet, u.a. im Waffensaal und in den Prunkräumen. 1941 | Das Schloss wird als Lazarett für verwundete Soldaten genutzt. 1945 | Die Schließung des Schlossmuseums wird veranlasst. Ein Hilfskrankenhaus wird im Schloss eingerichtet. 1947 | Mit
16 Jahren bewirbt sich Otto Mellies 1947 am Schweriner Staatstheater.
1948 | Nach Entwürfen des Architekten Friedrich Schmidt entsteht im Burgseeflügel der Plenarsaal für den Landtag Mecklenburg. Das Schloss wird zum Sitz der Landesregierung. 1952 | Mit Abschaffung der Bundesländer in der DDR wird auch der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns aufgelöst. Die Pädagogische Schule wird neuer Rechtsträger des Schlosses.
1959-1981 | Im Schloss sind die Pädagogische Schule zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen und das Internat für Schülerinnen dieser Schule untergebracht. 1961-1994 | Der Bereich der Orangerie wird als Polytechnisches Museum genutzt. 1962-1993 | Das Museum für Ur- und Frühgeschichte nutzt den Burgseeflügel als Forschungsstelle und Ausstellungsfläche. 1974 | Mit der schrittweisen Restaurierung wertvoller Innenräume setzt die erneute Nutzung des Schweriner Schlosses als Kunstmuseum ein. Der Thronsaal wird als erster Prunkraum zur Besichtigung freigegeben. 1978 | Die Verwaltungsstelle der Schweriner Philharmonie zieht ins Schweriner Schloss. Der Plenarsaal wird als Sitzungssaal des Bezirkstages Schwerin und der Schweriner Stadtverordnetenversammlung genutzt. 1980 | Die Schlossverwaltung wird gegründet. Sie bezieht ihren Sitz direkt im Schloss und wird neuer Rechtsträger. 1981 | Die Pädagogische Schule zieht aus dem Schweriner Schloss aus. Das Schloss wird auch als Außenstelle der Musikhochschule Berlin genutzt. 1986 | Das Staatliche Museum Schwerin wird Rechtsträger des Schlosses. 1990 | Das
Schloss Schwerin wird Sitz des neuen Landtages Mecklenburg-Vorpommern.
1990-1999 | Die Innenräume werden für die Nutzung durch den Landtag hergerichtet. 1991-1992 | Die Restaurierung der Prunkkuppel mit der Statue des Erzengels Michael über dem Hauptportal erfolgt. Das Wohnzimmer der Großherzogin wird restauriert. 1995-2001 | Die Orangerie wird konstruktiv gesichert und saniert. Im Querflügel wird ein Tagescafé eingerichtet. 1998-1999 | Es finden Instandsetzungsarbeiten an der Schlossgartenbrücke statt.
2000-2010 | Durch Nachgründungen einzelner Gebäudeteile sollen diese am weiteren Absinken gehindert werden. 2001-2008 | Der Burggarten wird nach historischem Vorbild rekonstruiert.
2001-2002 | Der Hauptturm wird saniert.
2004-2005 | Es finden statische Sicherungen des Vorhofes und des Hauptportals statt. Die Durchfahrt und die Außenfassade des Hauptportals werden restauriert. 2006-2007 | Es erfolgt die Sanierung des Kellers im Bischofshaus und im Haus über der Schlossküche. Eine zentrale Küche, die Cafeteria sowie ein Aufzug werden eingebaut. 2010/11 | Ein Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Plenarsaals einschließlich Konferenzbereich und Nebenräumen wird ausgeführt.
Orangerie
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